So richtig unterirdisch | Blog-Biester

Zwei Frauen, eine hält sich ein Räuchergefäß unter die Nase, die andere rührt in einer dampfenden Pfanne herum
Oh, es riecht gut... - in der Hampel-Höhle. (Fotos: Sven Legler)

Kochen wie bei Hampels: In einem finsteren Loch, auf Sand und abschüssigen Felsvorsprüngen. Auch an solchen Orten kann man ein richtiges Sterne-Menü zaubern – die Blog-Biester zeigen, wie´s geht. Eine vorweihnachtliche Kochlektion in der Hampel-Höhle.

Felshöhlen waren bekanntlich die ersten Küchen der Menschheit. Höchste Zeit, dass mal jemand daran erinnert, finden Dana und Dani. Und schon planen die Mädels eine kleine, vorweihnachtliche Genusstour zum Kleinhennersdorfer Stein in der Sächsischen Schweiz. „Klein“ bezieht sich hier übrigens nur auf den Weg vom Parkplatz zum Berg – nicht aufs Gepäck. Denn egal, was die Kraxe wiegt, auch bei ihrem mittlerweile siebten Abenteuer kochen unsere beiden Outdoor-Gourmets selbstverständlich nicht auf Sparflamme, sondern ziehen alle kulinarischen Register. Und sie haben sogar etwas vorbereitet, um den rastlosen Geist des Höhlen-Hampels milde zu stimmen. Sonst wird er einfach – ausgeräuchert.

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Upps, da ist ja schon Licht in unserer Höhle!

Dana: Der Eingang zur Höhle erstrahlt vom Schein etlicher Teelichter. Wunderschön. Doch das sind leider nicht unsere Kerzen. Nicht zu fassen, sie ist besetzt: die traditionsreichste aller Weihnachtsboofen in der Sächsischen Schweiz: die Lichterhöhle. Wir wollen den kleinen unterirdischen Felsendom zum Leuchten bringen, Kochen, Räuchern und so richtig Vorweihnachtstimmung aufkommen lassen. Was nun? Wo bekommen wir so schnell eine neue Höhle her, mit solch einem Charme? Das Ganze verschieben, kommt gar nicht in Frage. Ich habe den Rucksack voller Teelichter, 200 Stück, die trage ich nur abgebrannt wieder nach Hause und außerdem haben wir Hunger! Improvisieren ist das Zauberwort. Unser Fotograf hat die rettende Idee: Keine hundert Schritte entfernt gibt es noch so ein großartiges Felsloch: die Hampel-Höhle. Etwas kleiner zwar, mit nicht so vielen Nischen für Kerzen, aber sie ist frei. Und ihre Geschichte hat sogar einen Bezug zur Lichterhöhle: Beide verdanken ihre Existenz nämlich nicht der Natur. Sondern einem Mann.

Kerzen erleuchten eine Sandsteinhöhle in der Sächsischen Schweiz
In der Lichterhöhle. (Foto: Hartmut Landgraf)

Die Höhlen am Kleinhennersdorfer Stein

  • Die Lichterhöhle – 21 Meter tief und 14 Meter breit – ist eine der größten Sandsteinhöhlen in der Sächsischen Schweiz.
  • Nur wenige Meter entfernt: zwei weitere Höhlen – Hampel-Höhle und Eislochhöhle.
  • Die Höhlen sind nicht etwa natürlich entstanden, sondern ein Werk des Königsteiners Friedrich Hermann Hempel (1845-1918), auch Sandhampel genannt. Er baute ab 1870 Sandstein am Kleinhennersdorfer Stein ab und verkaufte den Sand als Scheuermittel in den umliegenden Dörfern. Zunächst nur kleine Mengen, später zentnerweise. In der Lichterhöhle grub er so tief in den Stein, dass die Behörden fürchteten, sie könne einstürzen – zeitweilig wurde sie später sogar gesperrt.
  • Nachweislich ab 1924 wurde die Lichterhöhle immer wieder für stimmungsvolle Weihnachtsfeiern genutzt. Das erste Foto stammt vom 11. Dezember 1924 und zeigt Heidenauer Bergsteiger in der lichterfüllten Felshalle.

Das erste Foto der Lichterhöhle (1924): >>> hier anschauen

Wir machen erstmal ein bisschen Stimmung…

Dani: Wir mussten uns ganz schön strecken und unter den Fels kriechen, um ein windstilles Plätzchen in unserer Ersatzhöhle zu finden. Auch wenn kaum merkbar, hat ein dezentes Lüftchen alle anfänglichen Bemühungen stets zunichte gemacht. Doch unsereins gibt nicht so schnell auf, und so haben wir mit ein paar gymnastischen Übungen, unseren Teelichtern, selbstgebastelten Papiersternen, Wollengeln und Filzfiguren eine festliche Atmosphäre geschaffen. Wie eine kleine Kathedrale leuchtet sie nun, die Hampel-Höhle. Soviel Lichterglanz hat sie bestimmt noch nicht gesehen – von der folgenden kulinarischen Dekadenz ganz zu schweigen.

Kerzen in einer Felsnische
(Foto: Sven Legler)
Diverse Zutaten für das Koch-Abenteuer
(Foto: Sven Legler)
Pfanne, die an einer Felswand hängt - dahinter ein Teelicht
(Foto: Sven Legler)

Lauter schiefe Ebenen – da kommt die Sache schön ins Rollen!

Dana: Von wegen dezentes Lüftchen… Also mein Wind fegt hier ordentlich durch alle Ritzen, treibt sein Spielchen mit uns, pustet immer wieder Teelichter aus und lässt uns ganz schön frieren. Die Hände wollen sich in den Handschuhen vergraben, aber das ist unmöglich. Denn wir wollen nicht nur kochen, sondern auch ein wenig dem weihnachtlichen Räuchern nachgehen und dafür brauchen wir Fingerspitzengefühl. Ein Glühwein wird helfen. Ich merke schnell, dass es mit dem Kochen heute für mich nicht ganz so einfach ist. Mein Kocher hat seinen Platz auf einem abschüssigen Felsband gefunden – Kochen auf der schiefen Ebene. Blog-Biester-Geometrie. Ich brauche drei Hände, wenn der Topf über der Flamme bleiben soll. Na ja, irgendwie geht es schon. Zitrone, Orange und Ingwer schneide ich in Scheiben und ab in den Kochpott mit einem guten Schluck Weißwein. Und weil zu Weihnachten Düfte gehören, kommen noch Zimt und Sternanis dazu. Ich halte mich nicht ganz an das Rezept, sondern mische nach Geschmack Apfelsaft und Honig dazu. Der Glühwein passt wunderbar zu Danis Salat und er wärmt.

Rohe Rinderfilets in der Pfanne
(Foto: Sven Legler)
Frau gibt Öl in die Pfanne
(Foto: Sven Legler)
Rinderfilets braten in der Pfanne
(Foto: Sven Legler)

Guck mal, wie das schmeckt!

Dani: Erst kürzlich hatte ich im Garten ganze vier Zehn-Liter-Eimer voll Topinambur ausgegraben. Die wollte ich unbedingt verwerten. Okay, ganz so viel brauchte ich für unseren Salat nicht, aber er ist eine von vielen Möglichkeiten, diese kleinen herbstlichen Knollen zuzubereiten. Geschält und angeröstet in einem Feldsalat mit ein paar Orangenfilets und Preiselbeeren die richtige Einstimmung für unseres winterliches Menü. Ein erster kleiner Hingucker, der auch geschmacklich hervorsticht.

Topinambur in der Pfanne
(Foto: Sven Legler)
Blechschüssel mit Feldsalat
(Foto: Sven Legler)

Die ganz hohe Schule: Auf Zehenspitzen kochen

Dana: Ihr kennt das bestimmt. Man will schon lange etwas ganz Bestimmtes kochen. Doch man verschiebt es immer wieder. Als wir über unsere Weihnachtskocherei nachdenken, weiß ich sofort, ich koche Schokoladensauce. Das wollte ich schon immer mal ausprobieren. Schokolade gehört einfach zu Weihnachten, sie verströmt einen angenehmen Duft und lecker ist sie allemal. Dunkles Fleisch passt bestens zu dunkler Schokolade und lässt sich einfach und recht fix auf einem Gaskocher zubereiten. Man muss nur zu dieser Jahreszeit daran denken, Winter- statt Sommergas einzupacken. Wieso es auch beim Gas Jahreszeiten gibt, versteht kein Mensch…. Egal, ich pack jedenfalls das richtige ein. Und denke sogar an einen Deckel für die Pfanne. Sonst wird das Fleisch zwar von unten schön heiß, kühlt jedoch durch den hartnäckigen Wind auf der Oberseite sofort wieder ab. Was ich jedoch nicht habe, ist eine Fußbank. Mein Kocher steht auf einem Felsband in Augenhöhe mit mir. Also koche ich auf Zehenspitzen.

Gastkartusche mit Weihnachtsbaumkugel
(Foto: Sven Legler)

Das gewürzte Rindfleisch brate ich kurz von beiden Seiten an. Zuhause würde es nun für ein paar Minuten in den Backofen kommen, stattdessen wickle ich es in Backpapier und lass es in einem Baumwolltuch im Rucksack ruhen, bis Gemüse und Sauce servierfertig sind.

Im Bratenfett dünste ich kurz Zwiebelwürfel an, gebe Gewürze, Orangensaft, Rinderfond und Portwein dazu. Ist die Sauce auf die Hälfte reduziert, streue ich die geriebene Schokolade hinein. Es darf keine Tropfenschokolade zum Backen sein, denn sie schmilzt nicht. Herrlich, dieser Schokoladenduft. Weil Fett ein Geschmacksträger ist, dürfen ein paar Butterflöckchen in der Sauce nicht fehlen. Fertig! Nun brate ich Möhrenstreifen und Rosenkohl an, beides soll schön knackig bleiben. Und wenn Dani die Gnocchi fertig hat, können wir auch schon essen.

Portraitfoto - Frau mit Stirnlampe im Schneetreiben
(Foto: Sven Legler)

Epischer Hauptgang – magische Verdauungspause

Dani: Etwas bei kühlen Temperaturen im Freien zu braten, ist gar nicht zu einfach. Vor allem, wenn die Pfanne viel größer als die Flamme darunter ist und daher nur in der Mitte richtig heiß wird. So bin ich die ganze Zeit damit beschäftigt, die Gnocchi vom Rand in die Mitte zu schieben und dabei aufzupassen, dass mir die Pfanne nicht samt Inhalt vom Kocher rutscht. Was zu Hause in wenigen Minuten erledigt ist, dauert jetzt eine kleine Ewigkeit. Aber das hat wiederum auch sein Gutes: Genügend Zeit für den einen oder anderen Schluck Glühwein!

Glühwein in einer Alu-Kanne
(Foto: Sven Legler)
Zwei Frauen beim Kochen in einer Felshöhle
(Foto: Sven Legler)
Kochtopf, auf dem Griff sitzt eine kleine Stofffigur
(Foto: Sven Legler)
Edelstahl-Weingläser im Sand
(Foto: Sven Legler)

Unser Hauptgang kann sich wirklich sehen lassen. Erst recht, nachdem wir ihn aufgegessen haben: Unsere Bäuche sind voll! Zeit für eine kleine Verdauungspause. Und Gelegenheit, um einen uralten Winterbrauch vorzubereiten: die Raunächte. Denn diese beginnen schon bald: in der Nacht zum 21. Dezember. Und sie enden in der Nacht zum 6. Januar.

Eine magische Zeit – voll von Ritualen. Viele davon sind bis heute lebendig, wir haben nur vergessen, wo sie herkommen. Alles beginnt mit der Wintersonnenwende. Vielerorts werden große Feuer entzündet. Ein Sinnbild für die Dinge, die man hinter sich lassen will – indem man sie symbolisch verbrennt. Dann kommt Heilig Abend: die Zeit der Besinnung und der Familie. Und schließlich Silvester: Da wurden früher vielerorts laute Umzüge veranstaltet, um böse Geister zu vertreiben. Heute wird immer noch viel Lärm gemacht – um das neue Jahr zu begrüßen. In der Silvesternacht kann man bekanntlich auch in die Zukunft schauen. Bleigießen – wer hat´s nicht schon mal probiert! Und dann angestrengt darüber gegrübelt, ob der Klumpen einen Hund, einen Pilz oder doch einen Stock darstellen soll? Allgegenwärtig in dieser Zeit ist das Räuchern. Mit Räucherkerzen, Stäbchen oder mit unterschiedlichen Harzen und Pflanzen auf heißer Kohle. Und genau dieser Herausforderung wollen wir uns stellen. Räuchern auf Blog-Biester-Art. Mit selbstgemachten Räucherkerzen.

Wir schüren mal die Gerüche-Küche

Dana: Ich räuchere nicht nur während der Raunächte und im Advent gerne, sondern eigentlich immer. Neugierig bin ich auch, also ist es doch bestimmt möglich, sich seine eigenen Räucherkerzen herzustellen, ganz nach den eigenen Vorlieben Düfte und Harze zusammenstellen – und auch nach ihrer Wirkung? Denn jedes Harz wirkt anders, klärt den Geist, wirkt entspannend oder gar aphrodisierend.

Harze und Gewürze werden zermörsert
(Foto: Sven Legler)

Also experimentieren wir mal ein wenig: Weihrauch, Iriswurzel und Tannenduft sind eine gute Mischung und ergeben zusammen die erste Sorte Räucherkerzen. Sandelholz und Iriswurzel eine zweite. Eigentlich ist es wie beim Kochen: Die Zutaten werden fein aufeinander abgestimmt, es darf nicht zu viel Brennmittel dazu gegeben werden, aber auch nicht zu wenig, auch das Bindemittel muss eher sparsam vermengt werden. Die Weihrauchmischung kann eine Spur Räucherkohle vertragen, denn sonst klebt sie nur lästig an den Händen. Und zwischendurch muss die Masse gut trocknen, sonst lässt sie sich nicht zu Kegeln formen. Deswegen mussten wir auch ein wenig mogeln. Also habe ich alle Schritte schon mal zu Hause vorbereitet. Natürlich zünden wir eine Kerze an. Wir sind begeistert, wie Kinder über den ersten Schnee, als unsere Räucherkerze ihren Weihrauchduft in der Hampel-Höhle verströmt. Nun fehlt uns eigentlich nur noch ein leckeres Dessert.

Und zum Schluss gibt´s – Fallobst vom Feinsten!

Dani: Unseren Nachtisch habe ich mehr oder weniger auf der Wiese aufgelesen. Obwohl Väterchen Frost uns schon den ersten Besuch abgestattet hatte, versteckte sich noch der ein oder andere feste Apfel im eisnassen Gras. Welch‘ Glück. Denn die meisten dieser zuckersüßen Früchte leuchteten wie kleine rote und gelbe Laternen von weit oben aus den alten knorrigen Obstbäumen durch den seichten Nebel.

Birnenscheibe und Messer
(Foto: Sven Legler)

Die Obsternte auf meiner Streuobstwiese war in diesem Jahr sehr reichlich. So habe ich schon im September 100 Kilo Äpfel in der mobilen Saftpresse zu feinstem Bio-Apfelsaft pressen lassen. Auch dieser ist zuckernüsselsüß. Aus diesem Grund kann ich mir die Zugabe von Zucker im heutigen Nachtisch sparen. Die noch benötigten Birnen habe ich dann doch im Supermarkt gekauft, denn einen straßenfernen Birnenbaum konnte ich bislang nicht finden.

Zusammen mit eine paar winterlichen Gewürzen und etwas Vanillepudding wird daraus eine herrlich duftende Fruchtgrütze. Getoppt mit einer Mascarpone-Amaretto-Creme wird dies der krönende Abschluss unseres weihnachtlichen Menüs. Selbst die letzten Reste haben wir noch mit den Fingern aus den Töpfen und Schüsseln geleckt.

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Aufgeschlagenes Rezeptbuch
(Foto: Sven Legler)

Apfelglühwein (4 Pötte)

  • 750ml trockener Weißwein
  • 250ml Naturtrüber Apfelsaft
  • Ingwer
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone
  • Honig
  • 2 Zimtstangen
  • 4 Sternanis

Orange und Zitrone in Scheiben schneiden, Ingwer nach Geschmack stückeln und zusammen mit Gewürzen, Wein und Saft erhitzen und nach Geschmack mit Honig süßen.

Frau gießt Schokoladensoße in eine Kanne)
(Foto: Sven Legler)
Fertiger Hauptgang - Rinderfilet mit Rosenkohl
(Foto: Sven Legler)

Rinderfilet mit Schokoladen-Portwein-Sauce (4 Personen)

  • 8 Scheiben Rinderfilet
  • 1 Zwiebel
  • 100ml Portwein
  • 200ml Rinderfond
  • 1 Sternanis
  • 2 Wacholderbeeren
  • 3 Pimentkörner
  • Saft einer halben Orange
  • 1 Zweig Rosmarin20g Zartbitterschokolade
  • 25g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  1. Das Rinderfilet mit Salz und Pfeffer würzen, 2 min von beiden Seiten in Olivenöl anbraten.
  2. Eingewickelt in Backpapier und Handtuch warm halten.
  3. Die gewürfelte Zwiebel im Bratenfett des Rindfleisches dünsten und mit Portwein ablöschen.
  4. Rinderfond und Gewürze zugeben, auf die Hälfte einköcheln lassen.
  5. Die Schokolade zugeben und schmelzen. Wer mag, kann die Sauce durch ein Sieb geben, das habe ich mir jedoch draußen gespart.
  6. Zum Schluss die kalte Butter rasch in die Sauce einrühren.
  7. Mit Salz und Pfeffer fein abschmecken und irgendwie warm halten.
Rosenkohl und Karotten in der Pfanne
(Foto: Sven Legler)

Wintergemüse (4 Personen)

  • 1 Netz Rosenkohl
  • 6-8 Möhren
  1. Das Gemüse kurz in Salzwasser dünsten, es soll schön knackig bleiben, vorher die Möhren in schmale Spalten schneiden.
  2. Das Gemüse in Olivenöl scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Gnocchi (4 Personen)

  • 1Packung Gnocchi
  • 2-4 EL Olivenöl

Die Gnocchi in Olivenöl anbraten bis sie goldbraun sind.

Feldsalat, angerichtet mit Orangenstückchen
(Foto: Sven Legler)

Feldsalat mit Topinambur (4 Personen)

  • 100g Feldsalat
  • 28 – 32 kleine Topinambur oder entsprechend weniger bei größeren Knollen
  • 2 Orangen
  • Preiselbeermarmelade
  • 1 EL dunkler Balsamicoessig
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  1. Die Topis schälen und ggf. in mundgerechte Portionen schneiden.
  2. In der Pfanne mit etwas Butter rundherum anbraten.
  3. Die Orangenfilets heraus schneiden und beiseite stellen.
  4. Das Dressing aus dem Essig und dem Olivenöl herstellen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Den Feldsalat darin wenden und auf den Tellern anrichten.
  6. Die Topinambur gleichmäßig verteilen. Mit den Orangenfilets und der Preiselbeermarmelade dekorieren.
Vier Gläser mit Apfel-Birnengrütze auf einem Holzbrett
(Foto: Sven Legler)

Winterliche Apfel-Birnengrütze mit Mascarponecreme (4 Personen)

Grütze

  • 2 Äpfel
  • 2 Birnen
  • 400 ml Apfelsaft
  • Zucker nach Bedarf
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Sternanis
  • 1/2 Packung Vanillepudding

Creme

  • 1 Packung Mascarpone
  • Milch
  • Amaretto Vanille
  • Zucker nach Bedarf
  1. Die Äpfel und Birnen schälen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Mit dem Apfelsaft und den Gewürzen kurz aufkochen (Das Obst soll noch bissfest sein).
  3. Bei Bedarf süßen. Das Puddingpulver in etwas Saft oder Wasser anrühren, zugeben und kurz mit kochen lassen.
  4. Anschließend auskühlen lassen.
  5. Die Mascarpone mit der Milch anrühren bis sie eine cremige Konsistenz hat. Teile der Milch können durch Amaretto ersetzt werden.
  6. Mit Vanille und Zucker abschmecken und auf die Kalte und schon angerichtete Grütze geben.
Gerätschaften und Inhaltsstoffe, die man für die Herstellung von Räucherkerzen braucht
(Foto: Sven Legler)
Räucherkerzenmasse, die auf dem Finger zu einem Hütchen geformt wird
(Foto: Sven Legler)

Räucherkerzen

Was man alles dafür braucht

  • Gewürzmühle, denn mit einem Mörser verzweifelt man schnell.
  • Stärke als Bindemittel (ein TL Stärke in 100ml Wasser kurz aufkochen und abkühlen lassen).
  • Kaliumnitrat als Brennmittel. Man kann es in Apotheken kaufen, aber nicht wundern, wenn man erklären muss, wofür man es benötigt. Denn es ist ein Brandbeschleuniger (1-2g in 50ml heißem Wasser lösen).
  • Harze, Duftöle und Kräuter nach eigenem Empfinden.

Sandelholzräucherkerzen

  • 3g weißes Sandelholz
  • 1g Iriswurzel
  • Einige Tropfen Sandelduftöl

Weihrauchräucherkerzen

  • 3g Weihrauch
  • 1g Iriswurzel
  • 4g Räucherkohle
  • Einige Tropfen Tannenduftöl

Und so geht’s

  1. Harze und Gewürze in der Mühle fein mahlen.
  2. Diese Mischung mit einigen Tropen der Kaliumnitratlösung durchtränken.
  3. Ganz so wie ihr es mögt, kann man nun ätherische Öle zusetzen.
  4. Diese Mischung auf Backpapier ausstreichen und gut trocknen lassen.
  5. Über der Heizung und am Feuer geht es recht flott oder einfach über Nacht an einem trockenen Platz stehen lassen. Trocknen in der Sonne oder im Backofen gehen natürlich auch.
  6. Die getrocknete Mischung noch einmal fein mahlen und dann zunächst eine Messerspitze vom Bindemittel dazu geben. Diese Mischung gut kneten bis ein homogener Teig entsteht. Er sollte nicht an den Fingern kleben.
  7. Nun ist es schon so weit, die Kegel können geformt werden. Nun müssen sie wieder trocknen und dann sind sie auch schon fertig und können ihren wohlriechenden Duft verströmen.

Wirkungen der Harze und Gewürze

Frau riecht an einem Fläschchen mit Sandelholzaroma
(Foto: Sven Legler)
Sandelholz
  • Sehr entspannende und klärende Wirkung auf den Geist. Sehr breite medizinische Wirkungsweise, wie z.B. antibakteriell, juckreiz- und schmerzstillend, krampflösend, aber auch aphrodisierend.
Weihrauch
  • Antiseptisch und entzündungshemmend. Reinigende und klärende Wirkung bei Räucherritualen und Meditationen.
Iriswurzel
  • Harmonisiert sehr gut mit anderen Stoffen. Sie soll seelische Blockaden lösen und wird gern bei Liebesräucherungen verwendet.
Räucherkerzen-Gefäß auf dem Waldboden
(Foto: Sven Legler)

1 Kommentar zu So richtig unterirdisch | Blog-Biester

  1. ein sehr inspirierenter artikel. persoenlich habe ich noch nie so opulent gebooft, wie hier im artikel beschrieben. aber bei meiner naechsten uebernachtung im elbsandstein werde ich es kulinarischer angehen. tolle anregung mit tollen bildern …

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