Lass mal locker | Blog-Biester

Zwei Frauen beim Meditieren
Draußen macht´s mehr Spaß - Feierabendyoga in der Abendsonne auf dem Winterstein. (Foto: Hartmut Landgraf)

Hochsteigen, um runterzukommen.  Das Elbsandsteingebirge ist wie geschaffen für Yoga im Freien, finden die Blog-Biester. Und wie immer dreht sich bei ihren Genusstouren noch einiges mehr um die innere Mitte.

Egal wo: Dana und Dani kochen nicht auf Sparflamme. Unsere beiden Hobby-Gourmets sagen der geschmacklichen Tristesse im Rucksack den Kampf an und ziehen in ihrer Kolumne alle kulinarischen Register. Selbst wenn die Kraxe 20 Kilo wiegt, der Wind den Kocher auspustet und der halbe Wald in den Topf fällt. Die Kocherei da draußen ist eben ein bisschen speziell. Aber: Der Mehraufwand lohnt sich – und das Ergebnis schmeckt verboten lecker! Heute gibt´s Yoga mit Süßkartoffelsuppe. Und dann – ein ayurvedisches Frühstück.

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So wird man Gedanken los

Dana: Kniestand, rechtes Bein nach vorn im 90-Grad-Winkel aufstellen, linkes Bein lang nach hinten strecken, Ferse anstellen, Oberkörper aufrichten, Arme seitlich ausstrecken. Spannung aufbauen, tief atmen, Balance halten! Egal wer zusieht. Egal ob der Wind pustet.

Wir sind auf den Winterstein gestiegen, einen Felsen im hintersten Teil der Sächsischen Schweiz. Weil man da herrlich runterkommen kann – von der stressigen Woche und dem ganzen Alltags-Kleinkram. Kochen wollen wir hier oben. Der Sonne beim Untergehen zuschauen – und morgen dann vielleicht auch wieder beim Aufgehen. Aber im Augenblick will ich gar nichts. Ich mache Yoga.

Zwei Frauen beim Yoga
Die Heldenhaltung (Virabhadrasana) ist eine kraftvolle Standhaltung im Ausfallschritt. Sie bezweckt die Entwicklung von Standhaftigkeit und die Erweiterung des Atemraums. Mancher will vielleicht nur die Welt umarmen… (Foto: Hartmut Landgraf)

Ich bin voll und ganz darauf konzentriert, ein Held zu sein… Aufpassen: Nicht sein zu wollen, sondern wirklich zu sein – ein Riesenunterschied! Heldenhaltung, so heißt meine Übung – ich bin ein Krieger des Lichts. Yoga kommt aus Indien und wird dort seit über 3500 Jahren praktiziert. Es ist eine Philosophie und ein Übungssystem mit dem Ziel, in Harmonie mit sich selbst und seiner Umwelt zu gelangen. Der Geist soll klarer und stiller werden und alle Lebensenergie ungehindert fließen können und sich vermehren. Energie tanken, genau das brauchen wir auch nach dem Winter! Der Schlüssel dazu ist die Atmung.

Zwei Frauen beim Yoga
Die Baumhaltung (Vrikshasana): Um Stabilität und Gleichgewicht zu entwickeln, bedarf es einer starken Verwurzelung in der eigenen Basis – gleich einem Baum. Nur dann kann man sich weit aufrichten. (Foto: Hartmut Landgraf)
Zwei Frauen beim Yoga
Shivas Tanzhaltung: Der Gott Shiva soll es gewesen sein, der den Menschen den Tanz offenbarte. Die Bewegungsfolge dient dem Gleichgewicht, soll die Konzentrationsfähigkeit verbessern und den Kreislauf anregen. (Foto: Hartmut Landgraf)
Zwei Frauen beim Yoga
Diese Haltung heißt „Das Boot“. Oder es ist einfach nur Spaß an der Freude… (Foto: Hartmut Landgraf)
Frau in Yoga-Position
Ohne Worte… (Foto: Hartmut Landgraf)

Ein paar Leute sind auf der Aussicht und schauen uns zu, wie wir die Sonne umarmen. Vielleicht wundern sie sich oder finden die Sache ein bisschen komisch – was soll´s. Ein Krieger geht seinen Weg. Er folgt seinem Herzen allen Widernissen zum Trotz. Sie zu überwinden macht ihn stark und mutig und selbstbewusst. Er lernt zu vertrauen, lernt tolerant zu sein – und zu verzeihen. Für den Fall, dass doch jemand kichert… Aber wir lassen uns nicht stören, denn Yoga macht im Freien einfach viel mehr Freude. Eben berührt die Sonne den Horizont und schiebt sich sanft dahinter. Wir schauen ihr nach – und auf uns – bauen die Übungen Schritt für Schritt auf, atmen, halten die Körperspannung… Und finden allmählich Zugang zu allem, was uns umgibt. Ganz leicht. Ohne darüber nachzudenken.

Zwei Frauen sitzen auf einem Felsplateau mit Kochgeschirr und Gaskocher
Blaue Stunde. Jetzt wird´s aber Zeit, den Kocher anzuwerfen… (Foto: Hartmut Landgraf)

Kocher mit Teekessel

Beleuchteter Felsüberhang im dunklen Wald
Tiefenentspannt und hundemüde… (Foto: Hartmut Landgraf)

Auch der Bauch will´s leicht haben

Dani: Genauso unbekümmert und leicht soll auch der neue Tag beginnen. Aufwachen, der Sonne hallo sagen, ein bisschen Yoga machen – und dann eine Kleinigkeit essen. Aber etwas, das uns anschließend nicht schwer im Magen liegt. Da ist ein ayurvedisches Frühstück genau das Richtige! Es ist leicht, warm und vollwertig. Unser Stoffwechsel wird auf sanfte Art und Weise munter gemacht, und wir fühlen uns gestärkt und sind voller Energie.

Decke mit Erdbeeren und Tellern
Frühstück mit Aussicht. (Foto: Hartmut Landgraf)

Als erstes gibt´s ein großes Glas lauwarmes Zitronenwasser. Ich spüre sofort, wie die noch schlaftrunkenen Lebensgeister wieder zu neuem Tatendrang erwachen. Zum Frühstück bereite ich einen warmen Getreidebrei zu, mit vielen leckeren und aromatischen Gewürzen: Fenchel, Zimt, Kardamom… Alles gekocht in Hafermilch. Auch Kurkuma, Nelken, Ingwer, Safran und Kakao eignen sich gut als Zutaten. Ein Klecks Reissirup sorgt für eine süße Note, puscht aber nicht den Blutzuckerspiegel. Ein paar gedünstete Beeren und geröstete Nüsse runden die Mahlzeit ab. Der Bauch hat´s leicht, und wir sind trotzdem gestärkt und bestens gerüstet. Für den Tag – und für neue Abenteuer.

Zwei Frauen beim Yoga
Die „gestreckte Flankendehnung“ ist eine kraftvolle Standhaltung. Bei regelmäßiger Übung schenkt sie Kraft, Ausdauer und Selbstvertrauen.. (Foto: Hartmut Landgraf)
Zwei Frauen und zwei Männer beim Yoga
Wirklich ansteckend, dieses Yoga…. Am Morgen lenken die Blog-Biester mit ihren Übungen auf dem Winterstein zwei Landschaftsfotografen von der Arbeit ab. (Foto: Hartmut Landgraf)
Zwei Frauen im letzten Abendlicht auf einer Aussicht in der Sächsischen Schweiz
Das Schönste an solchen Momenten ist, dass man sie teilen kann. (Foto: Hartmut Landgraf)

 

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Frau auf Felsplateau vor Kochtopf
Zum Abendbrot gibt´s Fenchel-Süßkartoffelsuppe. Das geht schnell und ist trotzdem lecker. (Foto: Hartmut Landgraf)

Fenchel-Süßkartoffelsuppe (4 Personen)

  • 800g Süßkartoffeln
  • 1 große Fenchelknolle
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1 TL frischer Ingwer
  • 3 TL Currypulver
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 200ml Kokosmilch
  • 4 EL Olivenöl
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Bertram
  • ½ TL Galgant
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Geröstete Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  1. Gemüse waschen, klein schnippeln, in Olivenöl,  Curry und Knoblauch kurz anbraten.
  2. Das Ganze mit der Gemüsebrühe löschen.
  3. Alle Gewürze und den frisch geriebenen Ingwer zufügen und 20 min köcheln.
  4. Die Suppe pürieren, die Kokosmilch dazu geben und mit Pfeffer, Salz und etwas Zitronensaft verfeinern.
  5. Zum Servieren die gerösteten Sonnenblumenkerne unterheben.

Brot mit FrischkäseAuberginen-Ziegenfrischkäse-Aufstrich

  • 400g Auberginen
  • 100g Ziegenfrischkäse
  • 10 schwarze Oliven
  • 1 TL Olivenöl
  • Basilikum
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 3 EL Geröstete Sonnenblumenkerne
  1. Die Auberginen waschen und im Ofen backen, bis sie weich sind.
  2. Danach das Fruchtfleisch ausschälen und zum Frischkäse geben.
  3. Olivenöl, Knoblauch, Basilikum und alle Gewürze dazu geben.
  4. Das Ganze pürieren und mit Zitronensaft und Agavendicksaft verfeinern.
  5. Dazu schmeckt ein selbstgebackenes Dinkelschrotbrot.
Frau mit Teekanne auf Felsplateau
… und dazu, passend zum meditativen Vorprogramm: Yogi-Tee. Selbstgemacht natürlich. (Foto: Hartmut Landgraf)

Yogi-Tee (1 Tasse)

  • 4 Gewürznelken
  • 4 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Zimtstange
  • Etwas frischen Ingwer
  • Den Samen von 4 Kardamomkapseln
  1. Alle Zutaten leicht zermörsern und in 250 ml Wasser ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.
  2. Der Tee kann noch mit Milch und Süße verfeinert werden.

Nuss-Granola (für den Buchweizenbrei)

  • 400g Nussmischung (z.Bsp.: Mandeln, Cashew, Pekan, Walnüsse, Kürbiskerne, Sesam, Kokoschips)
  • 2 EL Chiassamen
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • 70 g Kokosöl geschmolzen
  • 5 EL Reissirup
  1. Alles miteinander vermengen und im Backofen bei 120 Grad ca. 20 Minuten rösten.

Buchweizenbrei

  • Buchweizengrütze (geschroteter Buchweizen)
  • Gewürze wie Fenchel, Kardamon, Zimt
  • Hafermilch und/oder Wasser
  1. Gewürze in den heißen Topf geben und kurz anrösten.
  2. Den Buchweizen hinzufügen.
  3. Alles mit ausreichend Flüssigkeit ablöschen und so lange köcheln lassen, bis der Brei die gewünschte Konsistenz hat.
  4. Ggf. Flüssigkeit noch hinzufügen.
  5. Mit etwas Reissirup süßen.

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