Ein Schnitt ins Herz

Ein Kommentar

Angesägte Stativkiefer
Jemand ist der legendären Zwergkiefer an der Häntzschelstiege mit der Säge zu Leibe gerückt. (Foto: Hartmut Landgraf)

An der Häntzschelstiege wurde eine legendäre Riffkiefer angesägt. Der Schnitt wird den Baum nicht umbringen. Aber er zeugt von einem erschreckenden Mangel an Respekt.

Wen mag dieser mickrige Astknubbel bloß gestört haben? So sehr, dass er zur Säge greifen musste, um ihn zu entfernen? Irgendwer hat Hand an die legendäre Stativkiefer an der Häntzschelstiege gelegt. So ein kleiner Schnitt, wird mancher denken. Richtig, die Wunde wird den Baum nicht umbringen. Viel mehr verletzt die Symbolik dieser Tat. Die Zwergkiefer könnte 120, vielleicht auch 150 Jahre alt sein. Ihr Alter ist schwer zu schätzen. Wer ihr so einfach sinnlos ins Mark schneidet, zeigt einen erschreckenden Mangel an Respekt vor den Geschöpfen und Wundern der Natur. Oder einen erschreckenden Willen zur Provokation. Denn vor allem in Fotografenkreisen wird dieser Frevel für Ärger sorgen. Vor gar nicht allzu langer Zeit hat die Stativkiefer nämlich bereits auf unerklärliche Weise einen ihrer letzten Äste eingebüßt. Was auch immer das Motiv dabei gewesen sein mag – es war kein Kavaliersdelikt. Riffkiefern gehören zum Urwüchsigsten und Wertvollsten, was die Natur der Sächsischen Schweiz zu bieten hat. Und wer sie liebt, für den ist der Anblick einer solchen Respektlosigkeit ein Schnitt ins Herz.

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