Gute Nacht, Fuchs und Hase!

Altes Schild der Grenzbaude
Früher ein Domizil für Jäger und Waldarbeiter, ab 1. Mai eine schlichte Trekkinghütte für Wanderer und Radfahrer - die Grenzbaude unweit vom Taubenteich in den Cunnersdorfer Wäldern. (Foto Hartmut Landgraf)

Kommende Woche eröffnet der Sachsenforst in den Cunnersdorfer Wäldern zwei urige Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer und Radfahrer. Totale Einsamkeit ist garantiert.

Der Zivilisation mal den Rücken kehren, eine Nacht lang auf jeden Komfort verzichten – und mitten im tiefsten Wald absolute Ruhe und Abgeschiedenheit genießen. Der Forstbezirk Neustadt macht´s möglich. In den vergangenen Wochen hat die Forstverwaltung in den stillen Wäldern der linkselbischen Sächsischen Schweiz zwischen Cunnersdorf und der böhmischen Grenze zwei alte Jagdhütten (Willys Ruh und die Grenzbaude) aufgepäppelt, die künftig Wanderern und Radfahrern als preiswerte Übernachtungsmöglichkeit dienen sollen (–>mehr dazu hier). Kommende Woche, am 1. Mai, werden die beiden Trekkinghütten in Betrieb genommen – zunächst erst mal eine Saison lang zur Probe.

Grenzbaude
Mitten im Wald, kilometerweit vom nächsten Dorf entfernt, verspricht die Grenzbaude absolute Einsamkeit. (Foto: Hartmut Landgraf)

Bis September bleiben die Hütten unverschlossen und können in dieser Zeit von jedem, der im Besitz eines Hüttentickets ist, ohne Voranmeldung zum Übernachten genutzt werden. Der Verkauf der Tickets läuft über die Dienststelle des Forstbezirks in Neustadt, voraussichtlich über die Servicestelle im Kletterwald Königstein sowie über die Internetseite www.trekkinghuetten.de, die heute freigeschaltet wurde. Für Erwachsene kostet die Nacht 10 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre können kostenlos übernachten. Zum Saisonauftakt verlost der Sachsenforst zwei kostenlose Testübernachtungen für Familien (–> ein Bewerbungsformular und nähere Infos gibt’s hier).

Je nach Startpunkt erreicht man die Hütten in anderthalb bis drei Stunden Fußmarsch von Rosenthal bzw. Cunnersdorf (–> siehe Radwanderroute und Tourenvorschlag zum Ausdrucken). Wer dort übernachten möchte, muss aber alles Notwendige selbst mitbringen – Kocher, Taschenlampe, Trinkwasser, Schlafsack – sogar Toilettenpapier. Die beiden Hütten haben weder Strom- noch Wasseranschluss. Dafür gibt´s ein Dach überm Kopf, einen Ofen und Feuerholz, ein paar simple Bettgestelle, vorm Haus ein Plumpsklo – und die nötige Frischluft. Und vielleicht sagen sich ja gleich vor der Tür Fuchs und Hase gute Nacht.

Willys Ruh
Die Sindermannhütte, auch Willys Ruh genannt. Von Cunnersdorf sind es zu Fuß fast acht Kilometer durch den Wald bis hier. (Foto: Hartmut Landgraf)

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