Ein Schmetterling als Trickbetrüger: Bei der Fortpflanzung spielt der Wiesenknopf-Ameisenbläuling ein falsches Spiel. Das aber geht immer öfter schief. Und nur einer kann ihm jetzt noch helfen: der Mensch. Ein Liebesdrama auf den Grenzbachwiesen bei Hellendorf.
Er zählt zu den interessantesten und am meisten gefährdeten Tagfaltern Europas: Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Ein kleiner Trickbetrüger! Denn bei der Fortpflanzung spielt der hübsche Schmetterling ein falsches Spiel: Er spannt zwei artfremden Partner als unfreiwillige Gehilfen ein: eine Blume und eine Ameise. Beide nutzt er schamlos aus und jubelt ihnen den eigenen Nachwuchs zur Pflege unter. Doch die Sache geht immer öfter schief, weil alle drei nur noch schwer zusammenfinden – und inzwischen hängt sein Überleben am seidenen Faden.
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Der Schmetterling hat sich in eine evolutionäre Sackgasse manövriert. Er ist hochgradig abhängig von anderen – und extrem spezialisiert. Scheidet nur einer seiner Partner aus, bedeutet es sein unweigerliches Ende. Und genau das passiert gerade. Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist vom Aussterben bedroht. Einer der letzten Schauplätze seines Überlebenskampfs sind die Grenzbachwiesen bei Hellendorf im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz. Dort will die zuständige Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz dem Drama nicht tatenlos zuschauen, sondern dem Falter helfen. Doch dafür muss sie zunächst einen weiteren Mitspieler für die Mission gewinnen. Ob das gelingt? >>> Zum Beitrag aufs Bild klicken!
Vom Liebesdrama eines Schmetterlings
So clever die Fortpflanzungs-Strategie des Wiesenknopf-Ameisenbläulings auch erscheinen mag, führt sie doch nur in den seltensten Fällen zum Erfolg. Forscher haben errechnet, das von den 150 Eiern, die ein Ameisenbläulings-Weibchen in ihrem kurzen Leben legen kann, am Ende nur eines die Reise bis zum ausgewachsenen Schmetterling schafft. Ein Zyklus, der extrem störanfällig ist und von vielen Faktoren abhängt. Das Überleben des Schmetterlings hängt am seidenen Faden.
Fotos: Hartmut Landgraf





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